Budget Transparenz – der erste Schritt zu mehr Freiheit.

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Budget-Formular

Was hat Budget Transparenz mit Freiheit zu tun?

„Ich würde ja gerne, aber mein Budget lässt das nicht zu“,

wie oft hast Du diesen Satz schon gesagt oder wenigstens gedacht? Und wie genau hast Du in dieser Situationen Dein Budget im Detail wirklich gekannt bzw. analysiert?

Ich für meinen Teil habe das früher sehr oft gedacht, ohne genau zu wissen, wofür ich mein „Budget“ eigentlich im Detail so verbraucht habe. Natürlich wusste ich so ungefähr, dass ich Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Kleidung, Telefon etc. bezahlen musste. Ich wusste natürlich auch, mit welchem Gehalt ich an jedem Monatsende rechnen konnte. Und dass es immer gerade so reichte.

Aber das, was ich im Job täglich professionell betrieben habe, nämlich Budgetplanung und -kontrolle im Detail. Das habe ich privat früher (leider) nicht gemacht. Warum nicht? Ich fand es einerseits spiessig, wie ein „Buchhalter Bünzi“ meine Ausgaben zu erfassen. Und mir dann womöglich auch noch Gedanken machen zu müssen, ob das dreissigste Paar Schuhe wirklich nötig und glücksentscheidend ist oder die zehnte Designerjeans. Ausserdem hatte ich ja vor lauter Job- und Freizeitstress auch gar keine Zeit für etwas, das so wenig sexy ist.

Aber hätte ich es getan, wäre mir sehr schnell aufgefallen, wo es sicherlich Potentiale gegeben hätte zum Umpriorisieren. Auf gut deutsch, wo ich sinnvoll hätte einsparen können, um mir die Träume leisten zu können, die ich mir aus Budgetgründen lange versagt hatte. Wie zum Beispiel längere Reisen, Auszeiten. Oder ein anderes Arbeitszeitmodell mit grösseren Freiräumen.

Budgetanalyse führt zur Konsolidierung.

Zum Glück ist man als Mensch ja lernfähig. Und kommt manchmal spät, aber doch zu manch hilfreicher Erkenntnis. Seit einigen Jahren machen wir jetzt eine konkrete Budgetplanung und Soll-Ist-Abgleiche. Daraus resultierten in den letzten Jahren auch so manche Konsolidierungsaktionen, zu denen ich an anderer Stelle noch konkrete Beiträge schreiben werde. Hier nur ein paar Stichworte dazu:

  • Versicherungen überprüfen und anpassen.
  • Wohnsituation überdenken und ändern.
  • Das berühmte „Ausmisten“ von Dingen, die man nicht mehr wirklich braucht.
  • Nachhaltiges und bewusstes Einkaufen.
  • Out-gesourcte Dienstleistungen wieder selbst in die Hand nehmen.

Natürlich benötigt das alles Zeit und generiert auch einen gewissen Aufwand. Aber am Ende schaffst Du Dir damit ungeahnte Freiräume und Möglichkeiten. Die ansonsten vielleicht nur in Deinen Träumen existieren, „weil Dein Budget eine Realisierung vermeintlich nie zulässt“.

Der erste Schritt also, um Deinen Träumen näher zu kommen:

Ist-Analyse Deines Budgets, um Dir selbst folgende Fragen beantworten zu können:

  • Welche Ausgaben habe ich aktuell?
  • Wo habe ich Einsparpotential?
  • Was ist mein Minimumbudget, das ich zum Leben brauche?
  • Welches Budget brauche ich für die Verwirklichung meines Traums?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, dieses Budget monatlich/ jährlich zur Verfügung zu haben?

Ganz egal, ob Du

  • eine begrenzte Auszeit
  • ein Sabbatical,
  • ein komplettes Aussteigen
  • eine Veränderung Deiner Jobsituation
  • Deine Selbständigkeit
  • „Digitales Blog-Nomadentum“

anstrebst.
Die alles bestimmende Frage ist immer das Budget. Denn wer von uns kann schon einen Lottohauptgewinn sein eigen nennen oder ist „mit goldenem Löffel im Mund geboren“? Die wenigsten, wie ich vermute. Dennoch sollte es doch möglich sein, seinen Träumen und seinem Herzen ein Stück weit folgen zu können. Der erste Schritt dazu ist: Budget Transparenz.

Ich helfe Dir: Budgetformular zum Herunterladen

Und um Dir dieses wirklich trockene und unliebsame Thema wenigstens ein bisschen „schmackhaft“ zu machen, hier ein zunächst einmal ein einfaches Budgetformular  für Dich zum Herunterladen (xlsx Excelformat, auch mit Mac zu öffnen):

(Bitte oben auf das kleine Diagramm klicken)

Im Formular findest Du die Hauptpunkte eines durchschnittlichen Haushaltsbudgets. Wenn Du das Formular herunter geladen und unter eigenem Namen auf Deinem Rechner abgespeichert hast, kannst Du in den grauen Feldern „Beitrag pro Monat“ Deine Werte eintragen.

  • Je nach Bedarf kannst Du auch Budgetpunkte umbenennen. Oder Zeilen einfügen (um die Formeln zu übernehmen, kannst Du dann einfach bestehende Zeilen kopieren und in die leeren einfügen).
  • In den vorderen grauen Feldern kannst Du bei Bedarf die Häufigkeit im Jahr anpassen.
  • In den hellblauen Feldern sind Formeln hinterlegt, so dass hier automatisch gerechnet wird, also kein Handlungsbedarf für Dich besteht.

Die Vorlage geht von der Schweiz aus, kann aber in Deutschland und Österreich mit leichten Anpassungen genauso gut verwendet werden. (Dort fallen bei angestellten Arbeitnehmern z.B. die Steuern weg, die bereits vom Arbeitgeber beim Lohn abgezogen werden).

So, jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg bei der spannenden Aufgabe, Dein persönliches Budget herauszufinden und gegebenenfalls neu zu priorisieren. Dass das nicht von heute auf morgen klappt, ist ebenso eine Erfahrung. Wie die, dass es sogar mir mit der Zeit begonnen hat, Spass zu machen. Ein bisschen Buchhalter Bünzli zu spielen, um am Ende umso mehr den „Wind der Freiheit“ zu spüren…Glaube mir, es lohnt sich!

Weitere Tipps und Anregungen, wie Du Deinen Träumen näher kommen kannst. Und wie Du mehr persönliche Freiheit versus Fremdbestimmung erlangst, kannst Du demnächst hier auf meinem Blog lesen.

nurMUT…auch rechnen tut manchmal gut. Petra

P.S. Die ausführliche Variante des Budgets, mit der Du auch deine täglichen Ausgaben in einem Monatsbudget erfassen kannst, inklusive Anleitung bekommst Du als Newsletter Abonnent von mir kostenlos. Bleib dran und hol Dir Deine Planungs-Datei oben per Newsletter Klick.

4 Kommentare zu Budget Transparenz – der erste Schritt zu mehr Freiheit.

  1. Hallo Petra, hallo Elli,
    so eine ähnliche Excel datei habe ich vor ca. 16 Jahren entworfen, als ich mit einem Partner zusammen gezogen bin. Ich habe sie konsequent geführt. Sogar ein Kassenbuch über die Ausgaben Art und Betrag.z.Bsp. habe ich auch Parkgebühren, Eis auf die Hand etc. eingetragen. Vor allem Zigaretten waren ein leider großer Posten. Es hat mir sehr geholfen, vor allem als die Partnerschaft auseinander ging und ich mir eine eigene Wohnung, Versicherungen Auto etc. finanzieren musste. ALs ich mir das ausrechnete stellte ich fest, es reicht! Leider wurde ich dann leichtsinnig und habe es ein paar Jahre nicht mehr geführt, o.k. ich hatte schon ein Gefühl dafür was ich ausgeben kann, trotzdem war es zuviel. Dann kam noch ein Umzug dazu und ich leistete mir ein paar neue Möbel. Da sind ruckzuck 2-3000 € weg. Jetzt bin ich in Rente und achte sehr auf meine Ausgaben, habe das Rauchen aufgegeben, WILL es mir nicht mehr leisten, denn sonst muss ich auch auf anderes verzichten und meiner Gesundheit tut es allemal gut. Unglücklich? Bei weitem nicht, es macht Spaß zu sehen, wo ich sparen kann ohne verzichten zu müssen. Gerade gestern war ich unterwegs auf der Autobahn, eine Kaffee to go hätte mich schon gereizt aber 4 EURO !!!! Davon koche ich fast 2-3 Wochen Kaffee für mich, also habe ich keinen gekauft und mir vorgenommen, bei der nächsten langen Fahrt wieder die Thermoskanne mitzunehmen. Dieses Jahr war herrliches Badewetter und ich war fast täglich am See. Natürlich alles eingepackt und keine teuren KIOSK POMMES etc. Jetzt möchte ich eine EUROPA REISE machen ein langer Traum von mir. Mit WOMO, das ich anschließend wieder verkaufen möchte. Jetzt träume ich davon immer privat auf einem Hof oder Grundstück kostenlos stehen zu dürfen, denn die Campingplätze und Stellplätze sind mir zu teuer. Das gibt eine Herausforderung, die ich jetzt in Angriff nehme.
    Herzliche Grüße
    Brigitte

    • Liebe Brigitte, danke für Deinen Kommentar. Ja, man muss das ganze Leben Prioritäten setzen. Und welche das sind, kann nur jeder selbst definieren. Ein Budget hilft in jedem Fall dabei. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass Deine Europa Reise unvergesslich schön werden wird. Toi, toi, toi & alles Gute.

  2. Liebe Elli, herzlichen Dank für Deine lobenden Worte und Deinen ausführlichen und, wie ich finde, sehr amüsanten und treffenden Kommentar. Den Film werde ich mir bei Gelegenheit ansehen. Und ja, die „Babyschritte“ werden auf jeden Fall immer wieder in meinen Beiträgen auftauchen…denn „Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut“. Liebe Grüsse Petra

  3. Hallo Petra,
    wie auch Deine Artikel zuvor und Deinen ganzen Blog überhaupt, finde ich auch diesen Beitrag zur Budgettransparenz hervorragend. Vieleicht hat er mich auch ganz besonders deswegen angesprochen, weil ich abends, bevor ich Deinen Beitrag gelesen habe, wegen eines Glases Nutella (unnötig und ungesund) mit meinen Kindern noch schnell in den Supermarkt gehuscht bin, um dann mit einem Kassenzettel in Höhe von 75 Euro und dem entsprechenden Krimskrams den Laden wieder zu verlassen. Ok, es waren 2 Schlafanzüge dabei. Und ich mir dann gedacht habe, so wird das nie was mit einem gescheiten Kontostand. Prompt kam , wie von Zeus heruntergeblitzt, deine äußerst diffizile Excel-Liste, um meine Konsolidierung zu ermöglichen. Allerdings hat sie mir vor Augen geführt, dass der Anfang doch immer wieder schwer sein kann.
    Da helfen nur „Babyschritte“. Kennst du den Film mit Steve Martin als Psychiater und Bill Murray als seinen nervtötenden penetranten Patienten? Der Psychiater hat ihm gegen seine Angst, etwas anzufangen, Babyschritte empfohlen. Das macht er dann auch mit großem Erfolg. Es ist ein hervorragendes Konzept und hilft bei Bügelwäsche genauso wie in der Psychotherapeutischen Beratung und wahrscheinlich auch bei Deiner Liste. Obwohl ich nicht weiß, wieviele Lücken und Unübersichtlichkeit die verträgt, um noch einen sinnvollen Zusammenhang zu bewirken. Ich freu mich schon auf Deinen nächsten Beitrag, vielleicht kommen da die Babyschritte, betriebswirtschaftlich betrachtet, auch nochmal vor. Liebe Grüße Elli

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