Wie kommt der Apfelstrudel ins Glas?

Mit Rezept Video am Ende des Beitrages.

Und welche Rolle spielt das Reisen dabei? 

Welche Leidenschaften machen Dich glücklich? – Wenn man mir diese Frage stellt, stehen (nach meinem Mann & unseren Haustieren) drei Dinge an erster Stelle :

Reisen, Kochen & Speisen.

Spannung & Entspannung

Reisen, weil man als neugieriger Mensch dabei neue Menschen, Landschaften, Tiere und Kulturen kennen lernen kann. Weil beim Reisen alle Deine Sinne angesprochen werden, und Du viele Dinge auf einmal und parallel erlebst. Alles um Dich herum wie ein Schwamm aufsaugen kannst. Anregung und Inspiration lauern quasi um jede Ecke! Reisen ist für mich in erster Linie spannend.

Kochen hingegen empfinde ich als meditative Tätigkeit. Bei der sich Deine ganze Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf diese eine Sache richtet. Konzentriert und zielgerichtet widmest Du Dich den feinen Zutaten. Und zauberst daraus ein leckeres Gericht. Du versinkst in Deiner Tätigkeit wie ein Kind, das stundenlang ein Bild malt. Vergisst dabei Zeit & Raum und entspannst Dich dabei.

Früher, als ich noch sehr viel arbeitete und weniger Zeit zum Reisen hatte. Gönnte ich mir am Wochenende oder abends nach einem besonders anstrengenden Arbeitstag eine kleine Auszeit in meiner Küche.

Zur Entspannung kochte ich immer – wenn es innerlich in mir kochte! 

Und hinterher war ich total entspannt und zufrieden. Hatte die Alltagssorgen vergessen und was Tolles geschaffen!

Und so entstand eine regelrechte Leidenschaft fürs Kochen. Was sowohl mir als Feinschmecker, wie auch meiner Umwelt zugute kommt.

Da liegt es auf der Hand, dass man irgendwann einmal beide Leidenschaften verbindet. Denn beim individuellen Reisen lernt man ja ständig neue Speisen und Rezepte kennen. Findet neue Zutaten und landestypische, frische Produkte, Gewürze und exotische Kreationen. Ideen und Inspiration.

Vielleicht denkst Du jetzt an raffinierte Curries aus Asien, kapmalayische Spezialitäten aus Südafrika oder andere fremdländische Spezereien. Diese gehören natürlich auch zum Repertoire und werden in Zukunft noch Themen auf diesem Blog sein.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Aber manchmal findest Du kleine, feine und ungewöhnliche Rezepte und Kreationen auch in der Nähe, ganz zufällig, und wenn Du nicht daran denkst. Und um eine, zum Herbst passende, geht es heute:

Als wir diesen Spätsommer für ein paar Tage mit unserem Wohnmobil nach Sexten in Südtirol am Fusse der Dolomiten reisten. Hatten wir wie immer unsere eigenen selbst gemachten Konfitüren an Bord: diesmal Pfirsich und Erdbeer. Aber irgendwie hatte ich mich bei dieser Reise verkalkuliert, und mitten drin waren die Vorräte plötzlich leer. Keine Frühstücks-Konfi mehr…eine Katastrophe!

Also trabte ich frühmorgens zu einem kleinen, schnuckeligen Laden, um Brötchen und …Konfitüre einzukaufen. Und glaub mir, das ist in Südtirol ein echtes Erlebnis! Denn die Auswahl war riesig: Holunder-, Feigen-, Birnen, Trauben-Konfitüre… Sorten, die Du bei uns nirgends findest. Und die ich selbst auch noch nicht eingekocht hatte bisher.

Eine Kreation fesselte meinen Blick jedoch besonders. Denn davon hatte ich nun wirklich noch nie gehört:

„Apfelstrudel Marmelade“

Bei ihrem Anblick lief mir das Wasser im Munde zusammen. Und ein wohliger Film spielte sich vor meinem geistigen Auge ab: Hüttenfeeling im Winter, dampfender Apfelstrudel mit Vanillesauce, ein glühender Backofen und brennender Kamin, rote Apfelbäckchen und lachende Gesichter. Lange Rede, kurzer Sinn: ich kaufte sie, die Apfelstrudel Marmelade. Da die Tage inzwischen bereits etwas kühler geworden waren. Und der erste Morgennebel zwischen den steinigen Dolomiten Zinnen herum waberte, genau das Richtige!

Dolomiten-drei-Zinnen

Herbststimmung in den Drei Zinnen

Und wie kommt das Experiment an?

Allerdings grummelte auch ein zweifelndes Gefühl in meinem Bauch, ob mein Liebster bei meiner Rückkehr ebenso begeistert sein würde: „Na, bist Du wieder dem Marketing Quatsch aufgesessen und hast so eine seltsame Konfi gekauft…?“ Man kennt das ja: „Eiscreme mit Wasabi Geschmack“, „Dunkle Schokolade mit Fleur de Sel“ oder „Pommes Frites mit Trüffelöl“…es gibt heutzutage ja nichts, was es nicht gibt. Und nun also auch noch Apfelstrudel Marmelade!

Mit einem leicht mulmigen Gefühl der kognitiven Dissonanz, wie das so schön heisst in der Werberpsychologie, schnappte ich mir also meine Neuerwerbung. Und tigerte erwartungsvoll zum Wohnmobil zurück…auf alle möglichen Reaktionen gefasst. (Sicherheitshalber hatte ich auch noch eine banale Himbeer-Konfitüre erstanden…man weiss ja nie!)

Was glaubtst Du wohl? Wer hat gewonnen: Himbeere oder Apfelstrudel?

Leere Gläser sagen mehr als tausend Worte.

In drei Tagen war das Apfelstrudelglas leer. Mein Mann fragte mich, wieso ich nicht gleich zwei oder mehr Gläser gekauft hatte. Denn inzwischen waren wir weitergefahren und konnten leider nicht nachkaufen…und auch in allen Geschäften und Supermärkten auf dem Weg durch Südtirol fanden wir diese Köstlichkeit leider nirgends mehr. Glücklicherweise hatten wir jedoch das Glas säuberlich aufbewahrt, so dass wir wenigstens die Ingredienzen nachvollziehen konnten.

Apfelstrudelmarmelade

Kaum zuhause angekommen, machte ich mich an die Arbeit und startete das Experiment. Jetzt in der Herbstzeit, da es so viele tolle frische knackige Apfelsorten auf den Märkten gibt, ist genau der richtige Zeitpunkt dafür…und ich versichere Dir, diese Marmelade begleitet Dich perfekt durch die kalte Jahreszeit. Sofern Du genügend davon einkochst und in Deinen Vorratsraum stellst. Denn ich habe bereits schon wieder nachproduziert…weil wir das erste Kilo Äpfel bereits schon wieder gefuttert haben…und verschenkt… denn diese Kreation ist auch ein tolles Geschenk für liebe Menschen, die ansonsten schon alles haben.

Und falls Du nun denkst, „Mensch Petra, jetzt erzähl doch nicht soviel. Ich möchte auch endlich entspannen beim Marmelade Kochen. Und erst recht nachher beim Apfelstrudel-Brot geniessen!“, dann klick jetzt doch einfach auf das folgende Rezept Video…

Gutes Gelingen, viel Spass und entspannten Genuss wünsche ich Dir! Bin gespannt, ob sie Dir auch so gut schmecken wird, wie uns…

nurMUT…weitere Entspannungs-Rezepte werden folgen! Petra

2 Kommentare zu Wie kommt der Apfelstrudel ins Glas?

  1. Um die Marmelade absolut haltbar zu machen. Vor dem Deckel aufschrauben Etwas Obstler (Obstschnaps) darauf träufeln und anzünden, dadurch wird der Sauerstoff entzogen wenn der Deckel jetzt gleich aufgeschraubt wird.
    Nur ein kleiner Tipp
    Sieht auch so Lecker aus.
    Besserwisser : Schmitthans

    • Lieber Schmitthans, besten Dank für Deinen Tipp! Diese Marmelade ist sooo lecker, dass sie gar nicht solange haltbar sein muss 😉 Lg Petra

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